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n8n, Make oder Zapier: welches Tool für welchen Fall?
21. Juni 2026
Wer anfängt, sich mit Automatisierung zu beschäftigen, stößt schnell auf drei Namen: Zapier, Make und n8n. Alle drei verbinden Ihre Programme miteinander, ohne dass Sie programmieren müssen. Sie unterscheiden sich aber genug, dass die Wahl einen Unterschied macht. Hier ist der Vergleich ohne Marketing.
Zapier: der einfachste Einstieg
Zapier ist am leichtesten zu bedienen und kennt die meisten fertigen Verbindungen. Wenn Sie zwei bekannte Dienste koppeln wollen, etwa ein Formular und ein Newsletter-Tool, sind Sie in zehn Minuten fertig. Der Preis steigt allerdings schnell, sobald das Volumen wächst, und die Server stehen in den USA. Für personenbezogene Daten ist das aus DSGVO-Sicht der unbequemste der drei Wege.
Make: mehr Möglichkeiten, mittlere Kurve
Make (früher Integromat) kann mehr als Zapier und zeigt Abläufe grafisch, was beim Nachvollziehen hilft. Es ist günstiger bei größeren Mengen. Die Lernkurve ist etwas steiler, und auch hier liegt der Betrieb in einer fremden Cloud.
n8n: flexibel und im eigenen Haus
n8n kann man auf dem eigenen Server betreiben. Damit bleiben die Daten bei Ihnen, was die Datenschutzfrage entspannt, und die laufenden Kosten sind bei viel Volumen niedriger. Der Preis dafür: Jemand muss den Server pflegen. Für die meisten meiner Kunden überwiegt der Datenschutzvorteil, deshalb ist n8n bei mir oft die Basis. Ehrlich bleibt aber: Wer nur zwei Dienste koppeln will und keinen Server betreiben mag, ist mit Zapier schneller glücklich.
Die kurze Entscheidungshilfe
Zwei, drei einfache Verbindungen und kein Datenschutz-Kopfzerbrechen? Zapier. Mehr Logik, mittleres Budget? Make. Sensible Kundendaten, Volumen, Wunsch nach Unabhängigkeit? n8n auf eigener Infrastruktur.
Der Punkt, an dem keiner der drei reicht
Und jetzt der Teil, den die Tool-Vergleiche im Netz gern weglassen. Alle drei sind Baukästen. Sie sind großartig, solange Ihr Problem aus fertigen Bausteinen besteht. Sobald eine eigene Rechenlogik dazukommt, ein altes System ohne fertige Schnittstelle angebunden werden muss oder Sie eine eigene kleine Oberfläche für Ihr Team brauchen, stoßen die Baukästen an eine Wand. Dann bastelt man immer kompliziertere Workarounds in ein Werkzeug, das dafür nicht gemacht ist.
An diesem Punkt ist die ehrliche Antwort nicht «noch ein Tool», sondern eigener Code. Genau da fange ich an, wo die Baukästen aufhören. Mehr dazu in Wenn kein Baukasten passt.
Welcher Weg für Ihren konkreten Fall sinnvoll sein könnte, ist eine nützliche Frage für eine Festanstellung. Kontakt aufnehmen können Sie jederzeit; die Website bietet derzeit keine Aufträge oder Beratungen an.