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Werkstudent, neue Stelle oder Automatisierung?
7. Juli 2026
Die Arbeit wächst, das Team kommt nicht hinterher, und der erste Reflex ist: jemanden einstellen. Das ist oft richtig. Manchmal aber löst eine neue Stelle das falsche Problem, nämlich dann, wenn die zusätzliche Person vor allem Routine abarbeiten würde, die gar keine Person braucht. Ein nüchterner Vergleich.
Der Fachkräftemangel ist real
Fast drei von vier Unternehmen nennen fehlende Fachkräfte als Hürde. Wer schon mal monatelang eine Stelle ausgeschrieben hat, kennt das. Genau deshalb lohnt die Frage, welche der offenen Aufgaben überhaupt einen Menschen brauchen und welche nur liegengeblieben sind, weil niemand Zeit hatte.
Was eine neue Stelle wirklich kostet
Eine zusätzliche Kraft kostet nicht nur Gehalt. Dazu kommen Sozialabgaben, Einarbeitung, Urlaub, Krankheit und das Risiko, dass es nicht passt. Vor allem aber kostet sie Führung: Jemand muss die Aufgaben verteilen und erklären. Bei echter Facharbeit ist das alles gut investiert. Bei reiner Routine zahlen Sie einen Menschen dafür, dass er tut, was ein Ablauf zuverlässiger und rund um die Uhr erledigen würde.
Was Automatisierung nicht kann
Damit das kein einseitiges Loblied wird: Automatisierung ersetzt keine Fachentscheidung, keine Kundenbeziehung und kein Urteilsvermögen. Sie nimmt die immer gleichen Handgriffe ab, nicht das Denken. Ein Ablauf beantwortet keine kniffelige Kundenmail sinnvoll und springt nicht ein, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Wer eine Person braucht, die mitdenkt, braucht eine Person.
Die ehrliche Aufteilung
In der Praxis ist es selten ein Entweder-oder. Der sinnvollste Weg sieht meist so aus: Erst die Routine automatisieren, dann sehen, wie viel echte Arbeit übrig bleibt, und danach entscheiden, ob und wofür eine neue Stelle nötig ist. Oft stellt sich heraus, dass die neue Person dann eine viel bessere Rolle bekommt, weil sie nicht mehr im Kleinkram versinkt.
Manchmal ist die Reihenfolge auch andersherum richtig, etwa bei einem Werkstudenten, der flexibel einspringt, während die Abläufe nach und nach entstehen. Das hängt von Ihrer Lage ab.
So finden Sie es heraus
Machen Sie eine einfache Liste der Aufgaben, die gerade liegenbleiben. Markieren Sie hinter jeder, ob sie Urteilsvermögen braucht oder reine Wiederholung ist. Die Wiederholungen sind Kandidaten für Automatisierung, der Rest ist ein Fall für eine Einstellung.
Wenn die Liste für Sie relevant ist, können Sie Kontakt aufnehmen. Ein geplanter Analyseansatz würde später einordnen, was automatisieren, was besetzen, in welcher Reihenfolge.